Chronik von St. Dominikus
Datteln – Meckinghoven

    Begonnen hat die Kirchengeschichte in Meckinghoven erst mit der Gründung eines Klosters im Jahr 1899. Wohl gab es um 1670 eine Kapelle, die vom Pfarrer von St. Amandus betreut wurde, die jedoch in den Wirren der folgenden Jahre zerstört wurde.

    Die Bewohner der Bauernschaft Meckinghoven gingen entweder im benachbarten Horneburg oder in die vier km entfernte St. Amanduskirche in Datteln zum Gottesdienst.

    Der Wunsch nach einer eigenen Kirche wurde immer stärker. Jedoch erst nachdem sich die Dominikaner in Meckinghoven niederließen wurde er verwirklicht. Die ersten beiden Dominikaner zogen in die Alten Grundschule ein. Dort wurde zunächst eine kleine Kapelle eingerichtet.

    Am 5. August 1906 legte P. Ludgerus Pohlschröder den Grundstein zu Kirche und Kloster. Bereits im Dezember 1907 wurde das Bauwerk im gotischen Stil vollendet und eingesegnet. Der Architekt war Kasper Clemens Pickel. Die Seelsorge der Pfarrei war untrennbar verbunden mit dem Kloster.

    Am 28. Dezember 1908  erhielt die Klosterkirche die Erlaubnis zum Taufen. 1913 wurde der Ortsteil Meckinghoven von der Pfarrei St. Amandus abgetrennt und 1914 zum selbständigen Seelsorgebezirk erhoben.

    Während des Krieges 1914–1918 diente das Kloster als Reservelazarett. Ab 1919 konnten die Dominikaner wieder ihr klösterliches Leben aufnehmen.

    Verbunden mit dem Dominikanerkloster ist das Ludgerushaus, das heute als Altenpflegeheim geführt wird. Ursprünglich wurde es 1918 als Kinderverwahr-, Handarbeits- und Haushaltsschule errichtet und von Schwestern geführt.

    Nachdem die ersten drei bronzenen Kirchenglocken 1907 eintrafen, wurden sie 10 Jahre später bereits wieder zu Rüstungszwecken beschlagnahmt. 1921 erhielt die Kirche wiederum ein neues Glockengeläut und bereits 1928 läuteten die Kirchenglocken erstmalig elektrisch.

    In den 30er Jahren wurde die Kirche beständig ausgebaut und verschönert:

    • Ausmalung durch den akademischen Maler Karl Weißenborn aus Düsseldorf
    • Umbau des Hochaltars und des Chores und neue Beleuchtung
    • die Herz-Jesu-Kapelle wurde in die Albertus-Magnus-Kapelle umgewandelt
    • Einsetzung neuer Glasfenster und Anschaffung neuer Kirchenbänke
    • neuer Pfarrsaal unter der Kirche

    1940 wurde der gotische Hochaltar aus Berlin Maria–Viktoria nach Meckinghoven gebracht und mit Hilfe seines Erbauers Prof. Dr. Schmidt von Köln hier wieder aufgebaut. Im Laufe des Jahres konnte die gesamte Ausstattung der Kirche Maria-Viktoria (Kanzel, Kommunionbank, Kreuzwegstationen, Heiligenfiguren, Beichtstühle…) angebracht werden.

    Das Glück währte nicht lange, schon nahte sich der 2. Weltkrieg und vernichtete etliches von dem, was erst zuvor aufgebaut worden war. Meckinghoven hatte viele Tote zu beklagen.

    Dennoch machten sich die Meckinghover zusammen mit den Dominikanern selbst an die Arbeit und richteten in viel Eigenarbeit wieder auf, was zerstört worden war. Besonders dem damaligen Pfarrrektor und ersten Pfarrer von Meckinghoven, P. Rabanus M. Bachstein ist es zu verdanken, dass die Kirche bereits am 16. Dezember 1945 wieder geöffnet werden konnte.

    Dem weitreichenden Einfluss der Dominikaner verdanken wir noch heute die Ausgestaltung der Kirche. Nicht nur die Ausstattung die von der Berliner Dominikanerkirche übernommen werden konnte, sondern auch die später erschaffenen Kirchenfenster. So hat P. Wolfram Plötze – ein Halbbruder von P. Rabanus – die neuen Glasgemälde geschaffen, die 1948/49 eingesetzt werde konnten. Das große Fenster im Querschiff (Nordseite) folgte im Jahr 1953.

    Unter der Leitung der Dominikaner wurde 1908 die KAB, im selben Jahr die Frauengemeinschaft und 1946 die Kolpingfamilie gegründet.

    Bis heute ist Bruder Suitbert OP ein Dominikaner der in Meckinghoven unvergessen geblieben ist. Über 40 Jahre gehörte er zu dieser Gemeinde und dem Kloster.

    Das Kloster wurde im Jahr 1966 auf Antrag der deutschen Ordensprovinz Teutonia von Rom aufgehoben. Am 14. Juli 1966 ging das Kloster mit allem Grund, den Gebäuden und dem Inventar der Kirche in den Besitz der Diözese Münster über.

    Pater Reinhard Schwöppe OP blieb als einziger Dominikaner in Meckinghoven und wirkte bis zu seiner Verabschiedung am 1. November 1989 als Seelsorger und Pfarrer in der Gemeinde.  Er starb am 16. April 1991 und wurde als letzter Dominikaner auf dem Südfriedhof beigesetzt.

    Sein Nachfolger wurde Pfarrer Georg Mixa (1.11.1989 – 2007).

    Im Jahr 2007 wurden die Pfarrgemeinden St. Maria Magdalena, Horneburg, St. Lambertus Castop-Rauxel, Henrichenburg und St. Dominikus  Datteln-Meckinghoven fusioniert und zu einer Pfarrei unter dem Namen St. Dominikus zusammengeführt.

    Leitender Pfarrer ist seit dem 1. Advent 2007 Pfr. Leonhard Backmann.

    Im Klostergebäude wurden verschiedene Räumlichkeiten für die Pfarrei und mehrere Mietwohnungen eingerichtet.

    Am 15. November 2011 – dem Fest des Dominikaners Albert des Großen – erhielten zwei Dominikanerinnen aus Koblenz-Arenberg die Schlüssel zum ehemaligen Kloster und damit ein neues zu Hause. Seit her beleben Sr.M. Andrea und Sr.M. Josefa die Gemeinde St. Dominikus und das Dominikanerkloster.

     ©sr.m.josefa.op

    St. Dominikus Meckinghoven

    Öffnungszeiten Pfarrbüro
    Dienstag 9.00 – 13.00 Uhr
    Freitag 9.00 – 12.30 Uhr

    Telefon: 02363 / 62283
    Fax: 02363 / 63163

    → stdominikus-meckinghoven@bistum-muenster.de

    Sr. M. Andrea u. Sr. M. Josefa
    Telefon 02363 / 7286828

     

    Filialkirche St. Lambertus Henrichenburg

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    Filialkirche St. Maria Magdalena Horneburg 

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    → stmariamagdalena-horneburg@bistum-muenster.de

    St. Dominikus Meckinghoven

    samstags:  18:00 Uhr Vorabendgottesdienst

    2. Mittwoch im Monat: 8:30 Uhr hl. Messe, anschließend Gemeindefrühstück (findet derzeit nicht statt)

     

    St. Maria Magdalena Horneburg

    sonntags:   9:30 Uhr Hochamt

    dienstags:  8:00 Uhr hl. Messe

    freitags:     8:00 Uhr hl. Messe

     

    St. Lambertus Henrichenburg

    sonntags: 11:00 Uhr Hochamt

    2. Montag im Monat 9:00 Uhr hl. Messe (findet derzeit nicht statt)

     

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